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Stimberg Zeitung vom 14.09.1978

Die englischen Familien schlossen Besucher vom Stimberg gleich ins Herz

Erste größere Kontaktgruppe in der Partnerstadt North Tyneside

Teilnehmer

Teilnehmer des heimischen Sprachlehrgangs, der zu einem Besuch in der englischen Partnerstadt North Tyneside weilte, mit englischen Begleitfreunden unterwegs.

Oer-Erkenschwick. Nachdem die Partnerschaft mit der englischen Stadt North Tyneside ( früher Longbenton ) schon etliche Jahre besteht, es aber bisher nur zu gegenseitigen Besuchen von Offiziellen aus Rat und Verwaltung gekommen war, weilte nun endlich eine Gruppe einfacher Bürger, nämlich ein Englisch-Lehrgang der VHS unter Leitung von Karin Kuzcera für einige Tage an den Ufern der Tyne. Sie alle können für sich buchen, das Bewußtsein der Partnerschaft bei den englischen Freunden erheblich gefördert zu haben. Die Familien, in denen 14 von 31 Teilnehmern untergebracht waren, schlossen die Leute vom Stimberg gleich ins Herz. Denn mit diesen Gästen, die obendrein ihre schon vorhandenen Englischkenntnisse vertiefen wollten, war in jedem Falle eine flüssige Unterhaltung möglich. Und dabei spielte es kaum eine Rolle, ob ein jüngeres Mädchen bei einem älteren Ehepaar Unterkunft gefunden hatte oder eine reifere Person bei jungen Eheleuten.
Die englischen Gastgeber machten sich große Mühe, um den Besuchern aus Oer-Erkenschwick soviel wie möglich von ihrer Heimat zu zeigen. Man fuhr hinaus bis zur schottischen Grenze, wo das Land plötzlich ganz anders wird, wo schroffe Berge hinter der Ebene aufragen und auf einen weiten, ziemlich menschenleeren Gebiet nur Schafe weiden. Man machte auch eine Fahrt nach Newcastle, zur Metropole dieses Gebietes, wo sich eine überdachte Ladenstraße befindet, die in ihrer Größe alles in den Schatten stellt, was es hierzulande auf diesem Gebiet gibt.
Bei mehreren Familientreffen mit den Gastgebern wurde über persönliche und allgemeine Angelegenheiten geplaudert. In den Familien hängten sich die Kinder, ob groß oder klein, an die deutschen Gäste und waren froh, wenn sie verstanden wurden. Man lernte einmal gründlich die englischen Tischgepflogenheiten kennen, voran das typisch englische Frühstück, das Schinken und Ei, Cornflakes, Grapefruits und wer weiß was sonst noch enthält.
Mr.Watson, Stadtdirektor von North Tyneside, kümmerte sich zu jener Zeit, in der er sich verfügbar machen konnte, um die deutschen Besucher. Mr. Bamborough, Vorsitzender der Mehrheitsfraktion im Rat von North Tyneside , der persönlich zu dieser Fahrt eingeladen hatte, war anfangs leider selbst auf Reisen und konnte sich den Gästen aus Oer-Erkenschwick eigentlich nur am letzten Tag widmen, als die Heimreis bereits bevorstand.
Ein Gegenbesuch der englischen Freunde in absehbarer Zeit ist wahrscheinlich, wobei jedoch die Gäste vermutlich von Amsterdam abgeholt werden müßten, während die Oer-Erkenschwicker bis London geflogen waren und von dort aus mit der Bahn North Tyneside angesteuert hatten.
Vereinbart wurde außerdem eine Intensivierung des Briefkontaktes. Im Kulturamt ist inzwischen eine Liste aufgelegt, in der sich alle, die an einem Briefwechsel mit Leuten aus North Tyneside interessiert wären, eintragen können. Im Zuge dieser Sache ließe es sich dann sehr leicht so abstimmen, damit jeder den geeigneten Briefpartner bekommt.

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