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WAZ vom 07.10. 1981

Diesmal kommen keine Funktionäre aus North-Tyneside:

Familiäres steht ganz vorne

Freundeskreis will viel Zeit für Gespräche beim Bier lassen

OER-ERKENSCHWICK (cgr). Premiere wird der Deutsch-Englische Freundeskreis feiern, wenn am Freitag, 16. Oktober zum ersten Mal Familien aus der Partnerstadt North Tyneside in die Stadt am Stimberg kommen - Bürger also, die weder mit Sport oder Politik etwas zu tun haben, keine Funktionäre also, sondern Menschen, wie der Nachbar von nebenan. Die Gäste sollen - so sieht es das Programm vor - in erster Linie das Leben in einem deutschen Haushalt kennenlernen, den Alltag miterleben, wie jetzt bei einem Gespräch mit den Gastgebern deutlich gemacht wurde.

"Wir wollen nicht ein vollgestopftes Programm vorzeigen, in dem für persönliche Kontakte, für das Gespräch am Tisch beim Bier keine Zeit mehr ist", betont Karin Kuczera gegenüber der waz. Vorgesehen ist im Programm für die Gäste zwischen eineinhalb und 60 Jahren zunächst einmal am Sonntag ein gemütlicher Abend bei "Mutter Wehner". Bürgermeister Netta begr6uuml;ßt die Besucher dann tags darauf im Rathaus - eine Stadtrundfahrt soll sich anschlie6szlig;en. Der Dienstag und Mittwoch stehen privaten Gestaltung völlig frei, erst am Donnertstag möchte der Freundeskreis zur Tagesfahrt ins Siebengebirge aufbrechen. Von Königswinter ist dann eine Schiffsfahrt nach Köln vorgesehen. In Köln selbst sollen die Gäste Möglichkeiten für einen ausgedehnten Stadtbummel angeboten bekommen. Für die Kinder aus North Tyneside, es sind Sprößlinge zwischen eineinhalb und 15 Jahren angekündigt, soll möglicherweise stattdessen an diesem Tag eine Fahrt in den Traumlandpark für Unterhaltung sorgen.

Am Freitagabend, 23. Oktober, klingt der Besuch mit einem bunten Abend in der Stadthalle aus - der DEF hat hierzu eine kleine Band engagiert, die für die richtige Musik sorgen soll.

Letzte offene Fragen können zudem noch beim Stammtisch des DEF am 13. Oktober um 20 Uhr in "Alt-Erkenschwick" besprochen werden. Man ist aber zuversichtlich, daß alles in alter Manier gut über die Bühne gehen wird.

Fähren vor North Tyneside

FÄHREN vom Kontinent gehören zum alltäglichen Bild an der Küste von North Tyneside. Gerade die lange Anreise, die zudem auch wegen der Fähren kostspielig ist, sorgt jetzt dafür, daß Partnerstädter um die Zukunft ihrer Freundschaft bangen. Zuschüsse fallen wahrscheinlich mager aus - die Eigenbeteilugung wird dann manchem zu hoch.

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