WAZ vom 11.02. 1982
Alle sechs Wochen Spielabend - aus North-Tyneside kommen Anregungen:
DEF blickt optimistisch in die Zukunft
Offizielle Besuche sind anstrengender als private Begegnungen mit Freunden
OER-ERKENSCHWICK. Damit die Stimbergstädter auch im Bridge und anderen englischen Gesellschaftsspielen mithalten können, wenn sie nach North-Tyneside fahren, treffen sich die Mitglieder des Deutsch-Englischen-Freundeskreises alle sechs Wochen zur gemütlichen Runde und nehmen die Kugeln, Männchen, Stäbe, Karten und Würfel aus der Tasche. "Dies fördert nicht nur die Gemütlichkeit innerhalb der Gruppe, sondern auch die Herzlichkeit zwischen uns und den mit uns befreundeten englischen Familien", betont Angelika Burow im waz-Gespräch.
Im Deutsch-Englischen-Freundeskreis sind zur Zeit wischen 80 und 90 Mitglieder. Zu den Spielabenden kommer immer verschiedene, so lernt man sich untereinander kennen und jeder bringt von seinem letzten England-Besuch etwas besonderes mit. "Wir stehen auch in ständigem Brief- und Telefonkontakt. Unsere Freundschaft zu den North-Tynesidern beruht also nicht nur auf gegenseitigen Besuchen", so Angelika Burow weiter. Aber apropos Besuche: Im Herbst werden sich die Gruppen wieder sehen.
Wie tief greifen die Oer-Erkenschwicker aber in die Tasche? Im Programmheft zum 1. Halbjahr 1982 ist dazu zu lesen: Wir bieten Mitgliedern Fahrtenzuschüsse, Bezuschussung von Englisch-Kursen, Kontaktvermittlung nach North-Tyneside, ein internes Bildungsprogramm mit der VHS, Veranstaltungen und Geselligkeit. Und dazu gehören die regelmäßig durchgeführten Spielabende.
"Wir versuchen, in jedem Monat zwei Veranstaltungen durchzuführen. Damit wollen wir die Gruppenarbeit auflockern und auch private Freundschaften fördern", hebt Angelika Burow hervor. Am 18. März wird um 20 Uhr im Stimberghotel auf zwei Bahnen gekegelt. Am 30. März ist eine Sprachstudienfahrt der VHS nach England vorgesehen.
Die Unterbringung der Teilnehmer erfolgt in Familien. Geplant sind Halb- und Ganztagsexkursionen in die nähere Umgebung.
Und wie sieht deutsch-englische Freundschaft ganz privat aus ? Dazu Angelika Burow: "Wenn der Vorstand offiziell fährt, lernt man viele Menschen kennen, hat aber kaum die Möglichkeit, sich direkt einer Familie zu widmen. Deshalb bevorzuge ich auch, privat zu fahren. Bei Familien fühle ich mich dann sehr wohl, habe Ruhe und eine Menge Zeit. Dann liegt die Organisation in meinen Händen."
ZUM SPIEL treffen sich alle sechs Wochen die Mitglieder des deutsch-englischen Freundeskreises und bei dieser Gelegenheit packen sie auch die Spiele aus der Tasche, die sie aus North-Tyneside mitgebracht haben. waz-Bild: Bülow

