WAZ vom 26.04. 1982
Kerzig bedauert die offizielle Delegationsreise ohne Kontaktaufnahme mit dem Freundeskreis:
DEF wäre gerne mit Rat gereist
OER-ERKENSCHWICK (pf). Aus "Heißen Eisen" bestehen die Debatten zwischen Vorstand und Mitgliedern des Deutsch-Englischen Freundeskreis (DEF) am Freitagauf der Jahreshauptversammlung des Vereins. Unverstanden fühlt sich der Verein bei der Absage der Partnerspiele, erklärte Vorsitzender Friedrich Kerzig, doch sei die Beziehung zum SSV, in der es in der letzten Zeit kriselte, wieder im Aufwärtstrend, da "Bereitschaft auf beiden Seiten vorhanden ist".
Bedauerlich in den Augen des DEF-Vorsitzenden ist es auch, daß in den nächsten Tagen eine Delegation der Stadt nach NorthTyneside fahre, ohne vorher Kontakt zum DEF aufgenommen zu haben, um ein oder zwei Mitglieder aus dem Freundeskreis mit nach drüben zu nehmen: "Für die Kosten wären wir natürlich selbst aufgekommen". Es könne zwar nicht die Aufgabe des Vorstandes sein, die Stadt zu kritisieren, doch hoffe der Verein, in Zukunft bei solchen Reisen berü:cksichtigt zu werden.
INS GERICHT gingen die Mitglieder des DEF nicht nur mit sich und ihrem Vorstand. Sie kritisierten auch das Verhalten einiger Politiker. waz-Bild: Falk
Als positiv wertete es Kerzig, daß sich die Ratsherren nun persönlich ein Bild von der Partnerstadt verschaffen, und sprach gleichzeitig die Hoffnung aus, daß der DEF in Zukunft eine noch größere Unterstützung durch die Stadt erfahren würde.
Aus den Reihen der Mitglieder mußte der Vorstand sich die Frage gefallen lassen, warum manche Veranstaltungen des Freundeskreises derart wenig Resonanz bei den Mitgliedern und in der Öffentlichkeit erfahren haben. Kerzig dazu: durch schlechte Organisation von Veranstaltungen gehe eben auch das Vertrauen der eigenen Mitglieder in den Verein verloren.
Wenn auch nicht alle Faktoren für die Fehler in der Vergangenheit zu klären waren, so waren sich alle Mitglieder darin einig, daß auf den neuen Vorstand ein Menge Arbeit zukomme, denn nur gutorganisierte Veranstaltungen können eine Werbung für die Arbeit des Vereins sein.
Durch die Neuwahlen des Vorstands und die Aufnahme "neuer Leute" in den Vorstand soll die Arbeit nun straffer und konsequenter laufen als bisher. Bei den Wahlen wurde Friedrich Kerzig im Amt des Vorsitzenden bestätigt, während Elke Kersting und Angelika Burow den Posten des Kassenwarts übernahmen. In den fünfköpfigen Organisationsausschuß wählten die rund 30 Anwesenden Peter Eisele, Hedwig Benning, Peter Knubbe und Brigitte Schneider.
ZÄHLTE die Stimmen bei der Wahl: Vizechefin Karin Kuczera. waz-Bild: Falk
Bei dieser Gelegenheit erkundigte sich Peter Eisele nach den Gründen für das geringe Interesse an der von der VHS angebotenen Studienfahrt nach Newcastle. Schlecht dabei sei, daß die Altersgrenze fü die Teilnahme von den Engländern auf 18 Jahre festgesetzt worden war, so daß Jugendliche und Familien mit Kindern von vorneherein von der Fahrt ausgeschlossen waren. Trotz der geringen Resonanz im Vorjahr will die VHS nun noch einen neuen Versuch wagen.

