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WAZ vom 16.10. 1984

Erster Schwimm-Besuch in der Partnerstadt

Neptun taucht in England auf

Und plötzlich war der Gerstensaft aus dem Bus weg

0er-Erkenschwick. Beim bundesdeutschen Bier wird schon mal ein Engländer schwach. Diese Erfahrung musste jetzt der SV Neptun machen, dessen Mitglieder erstmals Kontakte in der North-Tyneside knüpften. Das es aber gleich so stark kam, damit hatten die Besucher allerdings nicht gerechnet. Denn mit untrüglicher Pilsnase, machten sich am zweiten Tag des Aufenthalts im der Nacht "Autoknacker" am Bus der Neptuner zu schaffen. Die Bescherung war am Morgen zu sehen. Der Bus wurde aufgebrochen und was fehlte, waren etliche Paletten Dosenbier, die als Verzehr für die 22stündige Reise und nicht als Gastgeschenk, mit auf die Insel gebracht wurden. Die Freude der Einbrecher währte allerdings nicht lange. Sie wurden erwischt als sie den Dortmunder Gerstensaft gewinnträchtig verkaufen wollten.

Doch einmal von dieser kleinen Begebenheit am Rande abgesehen, waren die Teilnehmer mit dem ersten Besuch bei den Schwimmern von Killingworth mehr als zufrieden. "Es hat allen viel Spaß gemacht", berichtete Vorsitzender Klaus Schild von der Reise, der ein weiterer Austausch und ein Gegenbesuch folgeen soll. Den Gastgebern wurde ein hohes Lob und viel Gastfreundschaft bescheinigt und den "Fun-Abend" gestalteten die Neptuner auf ihre Weise.

Denn die als "trocken" geltenden Gastgeber, fielen nämlich allesamt, egal ob Badeanzug oder Ausgehanzug, ins Wasser.

Die Engländer verstanden den Spaß und so wurde aus dem "Spaß-Abend" im Hallenbad ein voller Erfolg.

Das einzige Problem, das die Partnerschaft mit sich bringt, läßt sich selbst durch zäheste Verhandlungen nicht lösen. Der lange Anfahrtsweg: 22 Stunden für einen Landweg, dies ist schon anstrengend, war die einhellige Meinung. Doch trotzdem würde man diese Tortur beim SV Neptun wieder auf sich nehmen.

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