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Stimberg Zeitung vom 14.04.1985

"Last order" um 22:30 Uhr -- danach ist der Zapfhahn dicht

"DEF-Touristen" berichten über ihre Erlebnisse in der Partnerstadt North Tyneside

Oer-Erkenschwick (jwd). "Zunächst war ich vor allen Dingen in Bezug auf die Sprache skeptisch. Aber schon nach wenigen Stunden in North Tyneside waren meine Bedenken zerstreut. Es klappte wirklich gut. Ich war zum ersten Mal in unserer Partnerstadt, es war wirklich ein schönes Erlebnis". Klaus Pfeffer , seit kurzem Mitglied im Deutsch-Englischen-Freundeskreis, war zum ersten Mal, wie auch acht andere Mitglieder der "Stimberg-Reisegruppe", in North Tyneside.
Auf dem Flughafen Schiphol ( Amsterdam ) traten für die DEF-Reisenden einige Schwierigkeiten auf. Die Tickets lagen noch nicht vor, erst mit einer halben Stunde Verspätung konnten die Flugkarten ausgehändigt werden. Iris Schoppen, zum dritten Mal die Partnerstadt besuchend: "Die Zeit war so knapp, daß wir den Duty-Free-Shop nicht mehr aufsuchen konnten.
Ein herzlicher Empfang dann in England. Alle Teilnehmer aus Oer-Erkenschwick fanden bei Privatleuten Unterkunft. Pfeffer: "Es gab in North Tyneside auch Familien, die Gäste aufgenommen haben, obwohl sie nicht dem dortigen Freundeskreis angeschlossen waren. Das hat mir sehr imponiert."
Klaus Pfeffer: "Da ging vieles unkompliziert über die Bühne."Eine Umstellung gab es für die Reisenden aus der Stimbergstadt aber doch: In England schließen die Pubs schon um 23 Uhr. Iris Schoppen: " Um 22:30 Uhr ertönt eine Glocke, dann ist 'last order'. Die letzte Bestellung wird entgegengenommen, danach ist der Zapfhahn dicht."
Iris Schoppen will im nächsten Jahr auch einmal privat die englische Partnerstadt besuchen. Ab Dortmund besteht die Möglichkeit, nach England zu fahren.
Beeindruckt zeigte sich Klaus Pfeffer von der Landschaft: "Sie ist sehr vielfätig. Es gibt viele Seen und Berge." Während des Aufenthaltes in North Tyneside stieg die Anzahl der dortigen Freundesclubmitglieder nach Angabe von Iris Schoppen von 25 auf 31. Iris Schoppen: "Das waren wohl die neuen Gastfamilien, die bis dahin noch nicht dem englischen Freundeskreis angehörten."
Neben einem Empfang beim Bürgermeister gab es auch einen Kegelwettbewerb auf englischem Rasen. Klaus Pfeffer: "Das war sehr interessant, im Gegensatz zu unseren Holz- oder Kunststoffbahnen aber auch ungewohnt."
Am Rande des Besuches spielten die schrecklichen Ereignisse von Brüssel auch eine Rolle. Klaus Pfeffer: "Die meisten Gastfamilien haben den Fernseher ausgemacht, sie haben sich für ihre Landsleute geschämt und gesagt, daß so etwas mit Fußball nichts mehr zu tun hat."

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