Stimberg Zeitung vom 30.05.1987
Jugend-Kontakt fehlt
Schüler aus England zurück / Empfang beim Bürgermeister
Oer-Erkenschwick ( -mu- ). Sichtlich erschöpft aber mit vielen positiven Eindrücken behaftet kehrten jetzt die Schüler
und Schülerinnen der Klasse 9d der Paul-Gerhard-Schule von der England-Fahrt zurück.
Hinter ihnen lagen ereignisreiche Tage auf der britischen Insel, ein Besuch in der Partnerstadt natürlich eingeschlossen.
Zunächst mit dem Bus führte die Reise nach Ostende, wo die Teilnehmer der Fahrt mit der Fähre übersetzten.
Am anderen Ufer des Kanals wurden sie schon von einem Omnibus aus der Partnerstadt erwartet. Die ersten drei Tage verbrachten die
Oer-Erkenschwicker Schüler in London. SämtlicheSehenswürdigkeiten waren hier natürlich das Ziel ihrer
Sightseeing-Tour.
Als nächstes "verschlug" es die Paul-Gerhard-Schüler nach Newcastle, wo sie in einer Jugendherberge Quartier fanden.
Trotz größter Bemühungen des DEF-Vorsitzenden Friedrich Kerzig war es nicht möglich, in der Partnerstadt
Gasteltern zu finden. So wurden kurzerhand von Newcastle aus Besuche nach North Tyneside gemacht. Ein Höhepunkt war sicherlich
der Empfang beim Bürgermeister in Wallsend ( North Tyneside ). Diese Begrü&szlg;ung gehörte zu den letzten Amtshandlungen des
englischenStadtoberhauptes, da seine Amtszeit von einem Jahr schon fast abgelaufen ist.
Es folgten weitere Fahrten nach Edinburgh, der Haupstadt Schottlands und nach York, die übrigens von den Engländern
finanziert wurden. Auch sportliches gehörte zum Aufenthalts-Programm der Schüler aus Oer-Erkenschwick. Insgesamt drei
Volleyball-Spiele absolvierten sie gegen britische Teams, die aber alle verloren gingen.
Allerdings auch kritisches enthielt die beurteilende Zusammfassung der diesen Schulausflug mitmachenden Lehrer. Wenn diese Fahrt auch
sehr interessant gewesen ist, das eigentliche Ziel, in North Tyneside persönliche Kontakte knüpfen zu können wurde
eindeutig verfehlt. Aufgrund der räumlichen Trennung beim Wohnen kamen nähere Beziehungen zwischen den englischen Schülern,
ihren Familien und den Oer-Erkenschwickern nicht zustande. Vor allem der Besuch in der englischen Schule war eine herbe Enttäuschung.
Die Schüler kamen schließlich nicht allein nach England, um nur Volleyball zu spielen. Ohne besonders begrüßt oder
verabschiedet zu werden absolvierten sie nur ihre Spiele und verließen mit hängenden Köpfen die Halle. Die Jungen und
Mädchen haben zwar viel gesehen, Kontakte kamen aber nicht zustande. Auch wurden zwar Fahrten vom Freundeskreis in North Tyneside
organisiert, die "richtige" Betreung der Schulklasse wurde aber allseits vermiß.

