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Stimberg Zeitung vom 23.08.1989

Darts: "Bogenschießen" britischen Ursprungs

Pfeil-Meisterschaften des DEF / Gerd Hafner setzt sich durch

Oer-Erkenschwick ( -mü- ). Eine runde Zielscheibe mit 20 Feldern, aufgeteilt in Einfach-, Doppelt und Dreifachbereiche sowie 301 Punkte, die genau auf Null abzuwerfen waren, standen am Wochenende bei den Mitgliedern des Deutsch-Englischen-Freundeskreises im Mittelpunkt. Denn zum erstenmal richteten die DEFler eine offene Darts-Meisterschaft aus und wandelten quasi auf Robin Hoods Spuren.

Denn Darts, ein Pfeilwurfspiel kommt nicht nur aus England, sondern ist mit dem Bogenschießen eng verwandt. "Im späten Mittelalter vereinfachte man die Bogenschieß-Wettbewerbe und warf die Pfeile mit der Hand. Weil es einfacher ist, wurden sie in ihrer Länge verkürzt. Daraus sind dann die heute gebräuchlichen Wurfpfeile entstanden", erklärte Klaus Pfeffer, DEF-Vorstandsmitglied und zuständig für den Darts-Sport im Verein, die Geschichte des Pfeilwettbewerbs.
In der "Schmiede" traten nun 15 Vereinsmitglieder an. Gespielt wurde im doppelten KO-System. Das heißt immer zwei Werfer traten gegeneinander an. Nach zwei Niederlagen mußte der betreffende Teilnehmer ausscheiden.
Zu beginn des Spiels verfügt jeder Werfer über 301 Punkte. Die müssen genau auf Null abgeworfen werden. Hierzu muß jeder Teilnehmer zunächst einmal ein Doppel-Feld treffen. Dann werden die geworfenen Punkte von der Gesamtsumme abgezogen. Der letzte Rest muß dann wieder mit einem Treffer im Doppelfeld abgeworfen werden. Die Wurfentfernung beträgt übrigens 2,37 Meter, die Scheibe wird in 1,73 Metern Höhe aufgestellt und ihr Durchmesser beträgt 47 Zentimeter.
Was sich für Deutsche zunächst einmal sehr kompliziert anhört, ist in England schon seit vielen Jahren zu einem Volkssport geworden. "Die führen sogar richtige Weltmeisterschaften durch", erklärt Klaus Pfeffer. Die Mitglieder des Deutsch-Englischen-Freundeskreises wollen den Dartssport auch in Oer-Erkenschwick bekanntmachen. Jeden ersten Dienstag im Monat treffen sie sich in der "Schmiede". "Hierzu ist uns jeder Interessent willkommen", macht Pfeffer klar. "Auch beim Spielfest am 9. September im Freibad wird ein Darts-Informationsstand aufgebaut.
Gerd Hafner setzte sich schließlich bei den Herren als Sieger durch. Zweiter wurde Jürgen Teske und dritter Bertram Schulz. Bei den Damen gewann Gudrun Brödner den Titel. Sie setzte sich vor Barbara Teske und Anne Breidung durch. Den Ehrenpokal von Bürgermeister Clemens Peick gewann Klaus Pfeffer. Auch SPD, CDU, die Grünen und die FDP stifteten Ehrenpreise für den Wettbewerb.


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