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Stimberg Zeitung vom 05.06.1990

Gegenbesuch ist schon abgemachte Sache

Freunde aus Oer-Erkenschwick und North Tyneside bekräftigen die seit langem bestehende Partnerschaft

Oer-Erkenschwick. ( hil ) Zum zweiten Mal trafen sich die Mitglieder des Deutsch-Englischen-Freundeskreises mit ihren Gästen zum sportlichen Vergleich in Sachen Darts. Doch nicht das Pfeilwerfen stand im Mittelpunkt des Besuches der englischen Delegation. Im Jahre elf der Partnerschaft zwischen den beiden Städten wurden von beiden Seiten bekräftigt, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Vereinen und Privatpersonen weiter auszubauen. Als sichtbares Zeichen dafür überreichte der Vorsitzende Volker Fleischmann im Beisein des stellvertretenden Bürgermeisters Herbert Lowens beim Frühlingsfest des Deutsch-Englischen-Freundeskreises am Freitag abend in der "Schmiede" eine Stadtchronik an die britische Delegationsleiterin.
Beim Darts konnten die heimischen Akteure den begehrten Wanderpokal wieder für die Stimbergstadt sichern. Mit 3:2 fiel dieser Sieg allerdings reichlich knapp aus, so daß nicht nur der Vorsitzende Volker Fleischmann der Meinung war, daß "die Glücklicheren gewonnen haben". Entscheidender Faktor für den Erkenschwicker Erfolg war der deutsche "Teamleader" Gerd Hafner, der die "Truppe" um Frank Irving quasi im Alleingang besiegte. Gespielt wurde übrigens "301" nach dem System "Best of Five", das in England schon eine lange Tradition besitzt. Die jeweils neun Mitglieder der einzelnen Teams mußten um drei Gewinnsätze spielen, wobei die besondere Schwierigkeit des vom Bogenschießen stammenden Sports darin liegt, das richtige Feld zu Beginn und zum Abschluß des Spiels mit dem maximal 35 Zentimeter langen Dart zu treffen. Begriffe wie "kleines Bull" oder "großes Bull", die für den Normalsterblichen zur Sparte "Fremdwörter" zählen, sind für jeden der passionierten Dartsspieler Grundlage für diesen Sport.
Nach Abschluß des sportlichen Vergleichs stand dann das Auffrischen der freundschaftlichen Kontakte auf dem Programm, das sich durch das gemeinsame Leeren des gefülten "Stiefels" bis in die späte Nacht hinein zog, so daß die englischen Gäste am nächsten Morgen um acht Uhr etwas übermüdet die Heimreise nach North Tyneside antraten. Abgesprochen ist jetzt schon ein Gegenbesuch der Oer-Erkenschwicker Gastgeber, die sich heute um 20 Uhr in der "Schmiede" treffen, um den letzten Austausch Revue passieren zu lassen. Die nächste Vorstandssitzung ist dann für den 11. Juni geplant, wobei auch hier die Planung des Gegenbesuchs im Vordergrund stehen soll.

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