Stimberg Zeitung vom 08.03. 1993
Zuschuß, „Engländer"
lassen Peick abblitzen
Bürgermeister gilt laut DEF-Satzung als nicht antragsberechtigt
OER-ERKENSCHWICK. (wendus) Positiv und spontan reagierten der Deutsch-Französische Freundeskreis und der Lübbenauer Freundeskreis auf ein Schreiben des Bürgermeisters, der um einen finanziellen Zuschuß für die Oer-Erkenschwicker Teilnahme an den Spielen der Freundschaft zu Pfingsten in Halluin bat. Bekanntlich stellt der Stadtsportverband auf Bitten der Stadt eine Mannschaft für diese Spiele. Dadurch entstehen dem SSV natürlich Kosten. Der Deutsch-Englische Freundeskreis ließ Peick mit einem Hinweis auf seine Vereinssatzung jedoch wissen, daß er als Antragssteller nicht kompetent sei.
Das bestätigte jetzt auf Anfrage Rainer Maschke, Vorsitzender des Deutsch-Englischen Freundeskreises. „Unsere Satzung schreibt eindeutig vor, daß nur ein Verein oder eine Organisation antragsberechtigt ist. Das haben wir Herrn Peick mitgeteilt und ihn gleichzeitig gebeten, den Stadtsportverband zu informieren, daß dieser direkt den Antrag stellt."
Klaus Skodell, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, hatte während der SSV-Vertreterversammlung (wir berichteten) das Verhalten des DEF kritisiert: „Wenn sich der Bürgermeister als Vermittler anbietet und ihm dann vom DEF die kalte Schulter gezeigt wird, das ist schon ein starkes Stück."
Rainer Maschke hingegen verweist auf die Satzung: „Ich als Vorsitzender muß meinen Mitgliedern gegenüber Rechnung ablegen. Stellt der SSV einen Antrag, wird darüber sicherlich positiv entschieden."
Wie die Stimberg Zeitung erfuhr, könnte es dann einen Zuschuß von gut 600 Mark geben. Die beiden anderen Freundeskreise haben bereits je 1000 Mark zugesichert.

