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WAZ vom 11.03.1996

Jugend muß sich kennenlernen

Bürgermeister aus North Tyneside

Beim Besuch des Bürgermeisters aus North Tyneside, Tom Cruikshanks, fragte die WAZ nach der aktuellen Situation in der Partnerstadt.

WAZ:
In North Tyneside wurde bereits 1982 die letzte Zeche geschlossen. Wie sieht die Arbeitslage bei Ihnen aus?
Cr.: Das ist ein großes Problem bei uns. Nach den Zechen hat letztes Jahr auch eine große Werft geschlossen, die früher 11 000 Beschäftigte hatte. Aber zur Zeit baut Siemens eine Fabrik bei uns, um neue Chips zu produzieren. Wir hoffen auf 2 500 neue Arbeitsplätze.

WAZ: Haben Sie so niedrige Löhne oder warum geht Siemens nach North Tyneside?
Cr.: Die Löhne sind gut aber wir haben eine globale Marktwirtschaft. Siemens investiert ja nicht nur in England.

WAZ: Wie hoch ist die Arbeitslosenquote in Ihrer Stadt?
Cr.: Sie liegt bei 13 Prozent. Leider sind vor allem junge Leute betroffen. Dadurch werden auch Drogen zu einem Problem, mit dem wir fertig werden müssen.

WAZ: Sie setzen sich dafür ein, daß Deutsche und Engländer sich kennenlernen aber die Aktivitäten und Besuche haben abgenommen.

Cr.: Das Geld ist das große Problem. Auch die Stadt North Tyneside muß sparen. Wir hoffen, daß für solche Austauschprogramme in der Zukunft Geld von der EG bereitgestellt wird. Zur Zeit sind wir dabei, ein internationales Fußballturnier zu organisieren, an dem auch Oer-Erkenschwick teilnehmen soll.

WAZ: Was ist Ihnen bei Ihrem ersten Besuch in unserer Stadt aufgefallen?

Cr.: Die Häuser sind viel schöner und gepflegter als bei uns. Auch die Stadt ist viel sauberer. Da können wir nicht mithalten. nina

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