WAZ vom 03.10.1997
Senioren reden über das Leben in ihrem Land
Gruppe fährt nach North Tyneside
Wie leben eigentlich die Senioren in Europa? Nicht nur Oer-Erkenschwicker werden sich mit dieser Frage in der englischen Partnerstadt North Tyneside auseinandersetzen.
Übrigens tun sie das mit finanzieller und ideeller Unterstützung der EU. "Es ist das Bestreben der EU im
Seniorenbereich noch einen Austausch stattfinden zu lassen", erklärt Rainer Maschke, Vorsitzender des
Deutsch-Englischen-Freundeskreises ( DEF ), der die Organisation der Fahrt übernommen hat.
Los geht es am heutigen Freitag. Zwölf Oer-Erkenschwicker, überwiegend Mitglieder des Seniorenclubs, fliegen von
Düsseldorf nach Newcastle, um von dort nach North Tyneside zu reisen. Dort kommen sie mit Senioren aus der Gastgeberstadt,
Mönchegladbach, Frederikshafen in Dänemark und einer Stadt aus Littauen zusammen. "Die Halluiner haben leider kurzfristig
abgesagt", bedauert Maschke.
Vier Tage lang werden die Senioren ihre Lebensituation in den einzelnen Ländern und Städten vergleichen. Und hier
wird etwa die Wohnsituation älterer Menschen angesprochen. Aber auch die finanzielle Situation ist Thema. Wie sind meine
finanziellen Möglichkeiten, wie kann ich damit mein Leben gestalten, das ist zu klären. Selbst die Frage, wie
sicher oder wie bedroht fühle ich mich in meinem Umfeld, bleibt nicht außen vor. "Das fängt bei der
Sicherheit im Straßenverkehr an und reicht bis zum Thema Kriminalität.
Der offizielle Part beginnt allerdings erst am 6. Oktober. Die Konferenz dauert dann bis zum 10. Oktober. Vorher werden sich
die Gäste in North Tyneside ein wenig umsehen. Überhaupt gibt es auch ein Rahmenprogramm mit Empfang beim
Bürgermeister und Besichtigungen. Betreut werden die Senioren von Peter Harris, dem Vorsitzenden des englischen
Freundeskreises.
rea

