WAZ vom 29.02.1998
Gemeinsamkeit macht stark

Was die Freundeskreise auf Stadtebene in verschiedenen Bereichen immer wieder einmal praktizieren, strebt der
Deutsch-Englische-Freundeskreis jetzt auch auf Kreisebene an. Kooperation ist das Zauberwort. Gegenseitige
Unterstützung soll den Erfolg auch in Zukunft gewährleisten. Das Problem ist den Freundeskreisen
( wie auch anderen Vereinen ) gemein. Neue Mitglieder, vornehmlich junge, lassen sich nur schwer motivieren.
In diesem ganz speziellen Fall kein Wunder. Für relativ kleines Geld erobert die Jugend heute auf ganz
anderen Pfaden die Welt. Der Schüleraustausch führt nach Amerika oder Russland, das Studiensemester
nach Australien. Afrika und Indien "macht" man als Mitglied einer im sozialen Bereich engagierten Gruppe.
Die Beispiele lassen sich beliebig fortsetzen, die Welt ist klein geworden. Da lockt das Wochenende in
Halluin oder die Woche in North Tyneside eigentlich nur noch die, die dort seit Jahren Freundschaften pflegen.
Überflüssig gemacht haben sich die Freundeskreis dennoch nicht, den am "Haus Europa" und der übrigen Welt
gibt es noch viel zu bauen. Dazu tragen ihre "kleinen Schritte" durchaus bei. Falsch kann es nicht sein, die Arbeit
den geänderten Zeiten und den immer kärglicher fließenden Mitteln anzupassen. Ob gleich ein Dachverband
gegründet werden muß, das sei dahingestellt.
Mehr Zusammenarbeit kann indes nicht schaden. Gemeinsamkeit macht schließlich stark. Weshalb die Freundeskreise
auf Stadtebene derzeit an ihrem ersten Familientag arbeiten, der im August die Mitglieder der vier Vereine zusammenbringen
soll. Auch zum Erfahrungsaustausch. Schließlich hat man ein gemeinsames Ziel. Helga Lange

