Stimbergzeitung vom 07.08.2007
DEF gewinnt Pokal und Freunde
Gäste aus Oer-Erkenschwick werden in North Tyneside herzlich aufgenommen / Sieg beim Darts-Wettbewerb
Oer-Erkenschwick/North Tyneside.
Der Deutsch-Englische-Freundeskreis ( DEF ) hat den Darts-Städtepokal nach einem Sieg im Vergleichskampf in
England gegen die Vertreter der englischen Partnerstadt North Tyneside zurückerobert.
Von Michael Scholz
Der Sieg im "Red House Farm Pub" war Balsam für die Wunden, die der Erfolg der Engländer im vergangenen Jahr
geschlagen hatte.
Gestern kehrte die Oer-Erkenschwicker Reisegruppe, beladen mit Gastgeschenken und vielen Eindrücken, nach
erlebnisreichen Tagen im Nordosten Englands aus North Tyneside zurück. Ganz gleich ob die Mitreisenden schon
zum wiederholten Male die Stadt im Norden Englands besuchten oder als "Frischlinge" -- es ist immer wieder schön.
Das weiß auch der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Günter Hintz. Die Gastgeber investieren wirklich viel
Arbeit in das Programm und tun alles, damit wir uns hier wohlfühlen."
Zurück zum Dartsspiel: Die Gastgeber werden aber wohl bald eine neue Chance haben, den Wanderpokal in ihre
Hände zu bekommen.
Im kommenden Jahr soll zu Ehren von Bob Booth, dem die Turniere immer besonders wichtig waren, ein Pokal gestiftet werden.
Booth kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr an den Spielen teilnehmen.
Nicht weniger sportlich ging es oft während der anderen Aktivitäten zu. Von der "Woodhorn Colliery", einem
gut ausgestatteten Bergbaumuseum, bis zum Stadtschloss von Edinburgh -- es wurde viel gelaufen. Eine Tour durch Newcastle
mit Besichtigung der "Quayside", der Hafengegend bildete den Auftakt. Dort befindet sich unter anderem das futuristische
Theatergebäude "The Sage Gateshead" und das "Baltic" Museum für moderne Kunst, die ebenfalls besucht wurden.
Auch eine Fahrt ins schottische Edinburgh stand auf dem Programm das der englische Partnerverein zusammengestellt hatte. Das schöne Wetter lud zum Gruppenfoto an der Grenze geradezu ein. --FOTOS: M. SCHOLZ (2)
Moderne Kunst konnten die Gastgeber auch am Abschlussabend bestaunen. Ein Bild der Oer-Erkenschwicker Künstlerin
Marlis Lein war das Gastgeschenk vom Stimberg. Der Stadtrat, der die Delegation im Rathaus empfing, erhielt ein Buch
über das Ruhrgebiet.
Die Ratsvorsitzende Joan Bell (2.v.l.) sowie ihr Ehemann und Ratsmitglied Robert (l.), der stellvertretende Ratsvorsitzende
Ian Macaulay (3.v.r.) sowie dessen Ehefrau und Ratsmitglied Julia (2.v.r.) empfingen Günter Hintz (3.v.l.) und den
2. Vorsitzenden des Partnervereins, Roger Curtis (r.) im Rathaus von North Tyneside.
Einen großen Teil der Zeit verbrachten die Gäste in den Gastfamilien. Hier zeigte sich der Grundgedanke der
Städtepartnerschaft: Hände und Füße dienen nicht mehr dazu, sich die Köpfe einzuschlagen, sondern
erleichtern ungemein die Kommunikation. Immer wieder trifft man aber auch Engländer, die sich auf Deutsch gut
verständigen können, und auch die Oer-Erkenschwicker taten ihr bestes, um die Sprache der Gastgeber zu nutzen.
Neben den offiziellen Terminen gab es genug Zeit, zum Beispiel den Leuchtturm auf St.Mary's Island, den Antikmarkt in
Tynemouth oder das Schloss Alnwick zu besuchen, wo Teile von "Harry Potter" gedreht wurden.
Natürlich durfte auch das traditionelle "Fish and Chips"-Essen nicht fehlen. Dass einige versuchten, den fettigen
Backfisch mit Holzgäbelchen zu essen, sorgte für Schmunzeln unter den Engländern, die aber einräumten,
dass der Fisch eigentlich in Zeitungspapier hätte eingewickelt sein müssen, damit man ihn besser essen könnte.
Zum Abschluss dankte der Vorsitzende der "Twin Town Association", David Wade, den Gästen für den Besuch. Er freue
sich auf den Gegenbesuch im kommenden Jahr in Oer-Erkenschwick. Auch Günter Hintz bedankte sich und lobte das Programm
und die Gastgeber.
Im kommenden Jahr aber dürfe gerne wieder der erste Vorsitzende Rainer Maschke die Reden halten. Dessen Englisch sei
nämlich weit besser. Einen kleinen Seitenhieb konnte sich Hintz aber nicht verkneifen, nämlich dass er eindeutig
der bessere Teamleiter in Darts sei. Maschke war aus beruflichen Gründen nicht dabei.
Die Planung für den Gegenbesuch wird bereits in Kürze anlaufen, damit alles glatt läuft und es zum Abschluss
in lässigen Ruhrgebiets-Englisch heißt:"We see us!"



